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Wenn das Kiefer knackt – Funktionsstörungen und ihre Auswirkungen

Funktionsstörungen des Kiefers können weitreichende gesundheitliche Folgen haben

Verspannungen und Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich, Migräne, Probleme mit der Wirbelsäule und Zähneknirschen können ihren Grund in einer Funktionsstörung des Kausystems (CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion, Wikipedia) haben. 

Weit über 1000 Mal beißen wir jeden Tag die Zähne zusammen, beim Zähneknirschen sogar wesentlich öfter. Beim Essen, Schlucken, Reden, Lachen und unterbewusster Tätigkeit des Kiefergelenks werden auf den relativ kleinen Flächen der Zähne jedes Mal ungeheure Kräfte frei. Diese Kräfte werden bei korrekter Stellung der Zähne und des Kiefers ideal genutzt. Beißen jedoch die Zähne nicht senkrecht aufeinander, kommt es über Lang oder Kurz zu Problemen. Eine kleine Fehlstellung genügt, um weitreichende Folgen für die gesamte Gesundheit zu haben. Das geht von Kopfschmerzen bis hin zu Haltungsstörungen.

 

Folgende Beschwerden können von einer Funktionsstörung kommen:
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Auftreten von Zahnlockerungen durch Zähneknirschen
  • Beschwerden im Gesichts- und Kaubereich
  • Eingeschränktes Unterkiefer
  • Knack- und Reibegeräusche im Kiefergelenk
  • Tinnitus in Stresssituationen

 

Woher kommen Funktionsstörungen?

Funktionsstörungen können eine Reihe von Ursachen haben:

  • Fehlstellung der Zähne oder des Kiefers
  • Stressbedingtes seelisches Ungleichgewicht
  • Falsche Haltung vor allem im Nackenbereich
  • Füllungen, die zu hoch oder tief liegen
  • Fehlende Zähne und schlecht sitzende Prothesen
  • Störende Kronen und Brücken

 

Laechelnde Maedchen

Funktionstherapie für ein sorgenfreies Lachen.

Die Funktionsanalyse gibt genauen Aufschluss über die Ursache

Es gibt zwei Arten von Funktionsanalysen, also zwei Arten von Diagnose-Methoden, um Probleme mit der Funktion des Kiefers aufzudecken. Bei der einen, der klinischen Methode, untersucht der Arzt das gesamte Kausystem. Kiefer, Gelenke, Muskeln, Zähne werden genauestens untersucht. Auch das Röntgenbild gibt dabei detaillierten Aufschluss über die die Problemherde.

Die instrumentale Funktionsanalyse wird hauptsächlich zum korrekten Anpassen von zum Beispiel Zahnersatz angewandt. Sie stellt sicher, dass es beim Einsatz von Inlays, Kronen, Prothesen und Brücken zu keinen Folgestörungen der Kieferfunktion kommt. Gesichtsbögen und Kausimulator helfen dabei, Prothesen jeglicher Art und jegliches Ausmaßes passgenau in den Kauapparat einzufügen. Welche der beiden Arten die richtige ist, entscheidet der Arzt. In jedem Fall führt eine der beiden zum Ziel.

 

Sorgenfreies, kräftiges Zubeißen mit der richtigen Therapieform

Die Diagnose ist der halbe Weg zu einem satten und herzhaften Biss. Sie bestimmt, was, wann, wie getan wird, um wieder nachhaltig gesund zu werden. Es gibt eine ganze Reihe an Therapieformen, die zur Heilung von Funktionsstörungen führen.

Behandlung mit Aufbissschiene

Die herausnehmbare Aufbissschiene lenkt den Biss wieder in die richtigen Bahnen. Sie ist eine wirkungsvolle Therapie, die die Kaumuskulatur entspannt und den Druck auf die Kiefergelenke entlastet. Sie harmonisiert das Kausystem.

Medikamente

In manchen Fällen können bestimmte Medikamente, wie der gezielte Einsatz von Schmerzmittel und/oder Entzündungshemmer, unterstützend zielführend sein.

Physiotherapie

Physiotherapeutische Maßnahmen bei Funktionsstörungen reichen von herkömmlichen Massagen über manuelle Therapien bis hin zu Infrarotbehandlungen. In besonders schweren Fällen sind unterstützend auch psychosomatische Therapien empfohlen.

 

Dem eigenen Stress Herr werden

Einer der häufigsten Ursachen für eine ganze Reihe von Krankheitsbildern, ist vor allem in unserer Gesellschaft, der Stress. Das gilt auch und insbesondere für Funktionsstörungen, die unter anderem zu Zähneknirschen führen können. Viele gesundheitliche Probleme können gelöst werden beziehungsweise vermieden werden, wenn man es im Alltag schafft, Stress abzubauen. Dazu gibt es unterschiedliche Wege. An allererster Stelle – und sicher das Schwierigste – steht die Änderungen des eigenen Lebenstils und -wandels. Dazu gehört ausreichenden Sport und Bewegung aber auch der gezielte Einsatz von Entspannungsübungen wie zum Beispiel Atemübungen, Gymnastik oder Meditation.

Wollen Sie wissen, ob bei Ihnen so ein Fall vorliegt? Für einen Termin, folgen Sie dem Link: Zahnarzt Graz